Die „wahre“ Ursache von Stress

Neben den zahlreichen Vorteilen der digitalen Revolution, birgt sie auch einige Gefahren. Denn das dauerhafte Wachstum und die stetige Beschleunigung fordern ihren Tribut. So fühlen sich bereits 20% aller Deutschen häufig gestresst.
Wer aber dauerhaft gestresst ist, wird anfälliger für Depressionen, Schlafstörungen und chronische Erschöpfung. So geht bereits jeder zehnte Fehltag auf Stressfolgen zurück.
Möchtest Du Stress gezielt abbauen, solltest Du zuerst verstehen, wie er entsteht.

Sicherlich kennst Du sie, die Menschen, die nichts aus der Ruhe bringen kann. Menschen, die selbst bei 30 schreienden Kindern um sie herum, einen normalen Puls haben – Als wären Sie vom Zen-Meister höchst persönlich geschult worden.

Doch bedarf es keines jahrelangen Trainings, damit auch Du – selbst in schwierigen Situationen – gelassen wie ein Shaolin Mönch auf Deine Umwelt reagieren kannst.
Denn der wesentliche Faktor für die Gelassenheit mancher Menschen, ist ihr positives Denken.

Egal was auch passiert. Ob Vorhänge zerstörende Katzen, nervige Kollegen, hupende Drängler, miesepetrige Welt Verächter oder Hundekot am Schuh – anstatt all die Dinge zu verteufeln, versuchen entspannte Menschen das Positive zu sehen.
Anstatt die Katzen zu verteufeln und schreiend durch das Haus zu rennen, nehmen sie die Situation als gegeben an, lernen und machen das Beste daraus.
Am Beispiel der Katzen könnte man die Erkenntnis gewinnen, lieber außenliegende Rollläden zu benutzen. Eine Investition, die außerdem gegen Einbrüche helfen kann und die Sommerhitze draußen behält.

Für positive Gedanken jedoch gibt es kein Patentrezept. Jeder muss seine eigenen Lösungen finden. Und jeder muss Üben. Denn wie auch die Negativität sich über Jahre in Deinem Kopf manifestiert hat, wird es auch einige Zeit dauern, bis Du die Guten Dinge in vermeintlich schlechten Situationen siehst.

Ein weiteres Beispiel aus meinem eigenen Leben:

Ich war im sechsten Semester meines Studiums und wurde kurz vor meinem Abschluss exmatrikuliert. Ich war ein paar Monate verzweifelt, wütend, ratlos und traurig.
Unabhängig davon, ob ich selbst daran Schuld war oder nicht, lernte ich die Situation zu akzeptieren.

Ich überwand mein Selbstmitleid, fing an meine wahren Leidenschaften zu entdecken und übte, las und arbeitete mich Stück für Stück aus dem selbst gegrabenen Loch des Pessimismus.

Mit meinen positiven Gedanken änderte sich mein ganzes Leben, zu einem erfüllteren und glücklicheren. Ich fand einen Job in einem Unternehmen mit Sinn. Ich lernte die Liebe meines Lebens kennen und kann sagen, seitdem ich optimistisch bin, bin ich ein erfolgreicherer und glücklicherer Mensch.

Du siehst, alles ist eine Frage der Sichtweise. Wenn Du merkst, Wut kommt in Dir auf, mach ab sofort immer folgendes: Atme tief ein, halte kurz die Luft an und dann atme wieder aus. Wenn Du immer noch rasend vor Wut bist, wiederhole es ein paar Mal, bis Du wieder klar denken kannst und das Beste aus der Situation herausholen kannst.
Das kann Dir außerdem helfen:

  • Lebe nach Deinen Werten! Verstell Dich nicht für andere, tritt ein für Deine Meinung und lächle Dir selbst zu. Sei Du selbst!
  • Bewege Dich mehr! Der Mensch ist ein Bewegungstier und unterscheidet sich genetisch nur wenig vom Steinzeitmenschen. Der durchschnittliche Büroarbeiter bewegt sich kaum zwei Kilometer täglich. Stress aber wird durch Bewegung gezielt abgebaut. Sieh Dir dazu diese Infografik an: “10000 Schritte täglich: 33 gesunde Bewegungsgewohnheiten”
  • Ernähre Dich ausgewogen! Auch eine ungesunde Ernährung kann zu einem Ungleichgewicht und somit zu körperlichem Stress führen. Gesund und abwechslungsreich essen ist außerdem wesentlich günstiger als Fastfood und Fertigprodukte.
  • Nimm Dir Zeit für Erholung! Und damit meine ich nicht ein teures Wellness-Wochenende (darfst du natürlich auch). Ich meine regelmäßige Entspannung. Wenn Du von Tag zu Tag im Hochleistungsmodus bist, gehst Du irgendwann kaputt – wie eine Maschine die nicht gewartet wird. Morgendliches Yoga, abendliches meditieren, ein Mittagsspaziergang in der Natur. Tu, was Dir gut tut!

Fazit: Stress ist ein Resultat unserer Gedanken

Übe Dich in Optimismus und Ruhe, um Stress bereits im Keim zu ersticken. Außerdem helfen diese bewährten Stresskiller:

Stressmanagement: 14-Anti-Stress-Tipps für Deinen Alltag