Gastartikel Ernährung

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Garen im Dampf

Gesunde Ernährung

mit vollem Geschmack

Im Zuge der Fitness-, Gesundheits- und Wellness welle hat sich auch unser Essverhalten eines tiefgreifenden Wertewandels unterzogen. Galt Gemüse früher eher als notwendiges Übel, allenfalls als „Sättigungsbeilage“ zum Braten, wird heute bewusst auf eine leichte, abwechslungsreiche und vor allem grüne Küche gesetzt. Nicht nur Kartoffeln, Möhren oder Wurzelgemüse wird verzehrt, auch Zucchini, Aubergine und Co. haben schon längst keinen Exotenstatus mehr. Mit den herkömmlichen Kochmethoden allerdings verliert sich das Beste am Gemüse: die Nährstoffe, also Vitamine und Mineralien.

Dampfgaren

Abhilfe schafft hier die uralte Zubereitungsart des Dampfgarens. Entwickelt von den alten Chinesen, die ihre Speisen in Woks eingehängten Bambuskörbchen garten, wird das Gargut von ca. 100 Grad heißem Wasserdampf umhüllt, kommt aber mit dem Wasser selbst nicht in Berührung. Die entstehende Luftfeuchtigkeit verhindert nicht nur das Austrocknen der Speise, auch ihre Zellstruktur bleibt bestehen. Die Farben bleiben erhalten, der Geschmack intensiviert sich, die Zugabe von Fett ist nicht notwendig.

Ein weiterer Vorteil des Dampfgarens ist, dass der Dampf die einzelnen Gargüter voneinander isoliert. Es können also verschiedene Speisen in einem Topf nebeneinander zubereitet werden, ohne dass es zu einer Geschmacksübertragung kommt. Heutzutage ersetzt zumeist ein Dämpfeinsatz aus Edelstahl das Bambuskörbchen – noch leichter wird das Garen allerdings mit einem professionellen Dampfgarer. Dessen Vorläufer wurde in Europa allerdings schon um 1920 entwickelt, bald jedoch von dem Siegeszug des Schnellkochtopfes abgelöst. Dieses Druck-Dampfgar-System wiederum wurde in den 1960er-Jahren von der Beliebtheit des Römertopfes überholt, der das Dampfgaren ohne Druck ermöglichte.

Mit dem gestiegenen Interesse an der asiatischen Küche in den 1990er-Jahren hielten auch die ersten modernen Dampfgarer Einzug in unsere Küchen: Elektrische Geräte mit stapelbaren Dämpfkörben, in denen man nicht nur Dim Sum & Co. zubereiten konnte, sondern die auch zum schonenden Aufwärmen und Zubereiten anderer Gerichte dienten und sich zugleich als Reiskocher verwenden ließen. Alternativ zum elektrischen Dampfgarer lässt sich der Küchenofen mit einem sogenannten Systemdampfgarer ausstatten: Unterschiedliche Dampfgareinsätze ermöglichen es, in einem normalen Backofen Gerichte schonend zu garen.

Wer nicht nachrüsten will, sondern über den nötigen Platz und ausreichend Kleingeld verfügt, kann sich gleich einen Dampfbackofen zulegen. Dieses an die Wasserzuleitung angeschlossene Multitalent kann – neben der Funktionalität als „normaler“ Backofen – Dünsten, Dämpfen, Blanchieren und arbeitet abwechselnd mit der Niedertemperatur-Methode und mit 100 Grad heißem Wasserdampf.

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