Zusammenspiel der Komponenten

Im letzten Beitrag, stand als Abschluss, dass Bewegung an der frischen Luft, gesunde, ausgewogene Ernährung und das vermeiden der Zufuhr von Giftstoffen (Alkohol/Nikotin/Medikamente) helfen kann, freie Radikale zu bekämpfen und der Schaltzentrale „Gehirn“ die Arbeit zu erleichtern. Dieses „Zusammenspiel“ der Komponenten führt zu besagtem „gesunden Geist“ der Ihnen hilft einen gesunden Körper zu erhalten.

Weil die Nervenzellen während dieses Zusammenspiels (im Gegensatz z.B. zu Muskelzellen) keine Fettsäuren verbrennen können, sind sie auf Glukose als Energieträger angewiesen. Die Glukoseversorgung des Gehirns hat für den gesamten Organismus absolute Priorität – notfalls zieht Ihr Stoffwechsel auch Muskelaminosäuren zur Glukosegewinnung heran.

unvorstellbar große Zahl an Verbindungen

Zirka 50 Mrd. Nervenzellen hat das menschliche Großhirn und jede einzelne dieser Zellen kann bis zu 100.000 Verbindungen zu anderen Nervenzellen knüpfen. Mal zum Vergleich, auf unserem Planeten leben zurzeit ziemlich genau 7 Mrd. Menschen und von denen kann kein einziger sagen, dass er Kontakt zu 100.000 anderen Menschen hat (Kontakt und nicht Bekanntheitsgrad). Viele haben ein direktes Umfeld von 20 bis 30 Personen und kriegen nicht mal das geregelt. Diese unvorstellbar große Zahl an Verschaltungen die sich ständig fortsetzt wird durch chemische Signalsubstanzen (Neurotransmitter, Neuropeptide, Neurohormone) geregelt, die von zentraler Bedeutung für Ihr Fühlen, Denken und Handeln sind.

Die Funktionsfähigkeit des menschlichen Gehirns ist also abhängig vom ungestörten Ablauf biochemischer Prozesse. Sollte ein Spurenelement oder Vitamin andauernd fehlen, kommt es zu Störungen der Hirnleistung oder zu psychischen Befindlichkeitsstörungen. Das Gehirn von Kindern und Heranwachsenden ist besonders empfindlich gegenüber Nährstoffmangel, so kann zum Beispiel Eisenmangel zu Lernstörungen führen. Es ist auch sehr empfänglich für Umweltgifte, wie Schwermetalle oder Pestizide und bereits in geringen Konzentrationen wirken Blei und Quecksilber schon intelligenzmindernd.

Erkenntnisse über Wechselwirkung zwischen Ernährung und Hirnleistung

Britische Verbraucherorganisationen (z.B. die Mental Health Foundation oder Sustain) publizierten bereits 2006 umfassende Darstellungen dieser Zusammenhänge. Dabei wurde einerseits das wissenschaftliche Datenmaterial zu diesem Thema aufgearbeitet, andererseits umfangreiche Untersuchungen und Befragungen der britischen Bevölkerung vorgenommen. Das Ergebnis der Untersuchungen (das durchaus übertragbar ist auf andere europäische Länder) ist erschreckend! Immer schlechtere Ernährung führt in der Bevölkerung zu Depressionen, verminderter Konzentration und Gedächtnisleistung. Das Fehlen wichtiger Aminosäuren in der Ernährung, verursacht beispielsweise depressive Verstimmungen oder Apathie und wirkt sich auf die Motivation sowie auf die Entspannungsfähigkeit negativ aus.
Die jahrzehntelange Beigabe von chemischen Stoffen und Pestiziden in der Landwirtschaft wirkt sich seit langem auch auf den Organismus von Zuchttieren aus.

Weitere Ergebnisse solcher Untersuchungen

Jeder Bewohner eines Industriestaates nimmt jährlich mehr als 4 kg Nahrungsmittelzusatzstoffe zu sich. (Wozu? Zum Nutzen der Hersteller, aus „Kostengründen“ oder besser aus Profitgier)
Außerdem werden zirka 40 % der produzierten Nahrungsmittel, ungenutzt wieder vernichtet, weil zum Beispiel das Verfallsdatum überschritten wurde, weil die Verbraucher sie wegwerfen (Zuviel einkaufen) oder weil sie von den Supermarktketten gleich abgelehnt werden, wenn sie nicht der vorgegebenen Norm entsprechen: z.B. Größe, Aussehen, Gewicht, Geschmack. (Denken Sie nur mal an die Hirnrissigen „Normen“ für Gemüse und Obst). An die offizielle Empfehlung, mehr als 5 mal täglich eine Portion Obst oder Gemüse zu essen, halten sich nur 15 % der Frauen und 13 % der Männer.
Diese (durchaus auch auf deutsche Verhältnisse übertragbaren) Erkenntnisse zeigen, dass sich das Verhalten und die Befindlichkeit der Menschen innerhalb der letzten 20 Jahre verschlechtert haben.

Einfluss der Ernährung auf Psyche und Hirnleistungsfähigkeit

Die gezielte und ergänzende Aufnahme einzelner „Nährstoffe“ (Supplementierung) von Vitaminen und Spurenelementen sowie von essentiellen Fettsäuren führte bei Schulkindern zu einer verminderten Aggressivität. Dazu hier ein Zitat aus: Wikipedia Supplementation

(Zitat)
„Daneben zeichnet sich seit längerem ein zunehmender Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln auch bei der normal versorgten Bevölkerung ab. Nachdem dieser Markt in Nordamerika bereits während der 1980er Jahre massiv von der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie aufgebaut wurde, lassen sich vergleichbare Tendenzen seit den 1990er Jahren auch in Europa beobachten. Während durch Marketingmaßnahmen versucht wird, den Konsumenten eine Unterversorgung zu suggerieren, weisen Ernährungswissenschaftler mehrheitlich darauf hin, dass in Mitteleuropa eine ausgewogene Ernährung eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen gewährleistet.“
(Zitatende)

Tryptophan

Der Verzehr von Cholesterin und gesättigten Fettsäuren wird mit Störungen der Hirnleistungsfähigkeit assoziiert. Zum Beispiel können sich emotionale Stresszustände durch das Weglassen von Zucker verbessern. Die Zufuhr von Kohlenhydratreicher Nahrung wiederum, kann die Stimmungslage verbessern. Begründung: Tryptophan hat als essenzielle Aminosäure, (die mit der Nahrung aufgenommen werden muss) durch hohe Kohlenhydratzufuhr viel bessere Chancen, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden.

Bei eiweißreicher Ernährung hingegen konkurrieren verschiedene Aminosäuren um denselben Transporter ins Gehirn. Da „Tryptophan“ im Vergleich zu andern Aminosäuren nur in einer geringen Konzentration im Blut vorkommt hat es (bildlich gesprochen) schlechtere Karten. Tryptophan ist auch als Ausgangssubstanz für die Bildung des Neurotransmitters Serotonin mitverantwortlich. Serotonin ist wesentlich an der Regulierung der Stimmungslage beteiligt. Die Serotoninbildung im „Gehirn“ lässt sich durch eine höhere Tryptophan-zufuhr in Verbindung mit Kohlenhydraten erhöhen, wodurch sich ein schlechter psychischer Zustand eines Menschen in der Regel bessert. In Sonnenblumenkernen, Haferflocken oder Cashewnüssen ist beispielsweise reichlich Tryptophan enthalten.

Zusammengefasst

Generell bildet „Antioxidantien“ reiche „Ernährung“ eine gute Basis zur Vermeidung/Vorbeugung von Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer und bei Depressionen (Herbst/Winter, Artikel: Hebt gesunde ernaehrung die Stimmung und Abnehmlösung Bewegung) hilft es schon mal vermehrt Nahrungsmittel zu verzehren, die viel Tryptophan enthalten. Gesundes Essen allein reicht jedoch nicht aus, um Ihre Hirnleistungsfähigkeit zu erhalten. Gehirnzellen sind leistungsfähig, wenn sie trainiert und gefordert werden (lebenslang). Ein aktiver und lernfreudiger/wissensdurstiger Lebensstil im Zusammenspiel mit körperliche Bewegung und der richtigen Ernährung ist hier besonders hilfreich.

Weit-weg.reisen, Neuseeland

Viele Grüße aus Plauen im Vogtland
zAutogramm04
 
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