Vitaminpräparate natürlich oder künstlich
künstlich oder natürlich? Der Körper kann unterscheiden
Allein die Fähigkeit des Menschen, Vitamine mittlerweile synthetisch herzustellen ist nicht der Beweis dafür, dass sie benötigt/gebraucht werden. Soweit kam zum Schluss der Artikel vom 22.12.11 (Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine 3). Unser Körper kann durchaus zwischen künstlichen und natürlichen Stoffen unterscheiden, was für einige Stoffe sogar wissenschaftlich belegt ist (Beispiel Vitamin E). Natürliche Mittel haben so gut wie keine Nebenwirkungen, wobei Sie trotzdem auf die Verträglichkeit achten sollten und auch die Verwendung natürlicher Mittel mit Ihrem Hausarzt absprechen sollten. Künstliche/Synthetische Vitaminpräparate hingegen können krank machen und Test hin oder her, Chemie ist Chemie, egal wie laut die Werbung schreit. Was zu viel ist (auch an natürlichen Vitaminen) wird so oder so wieder vom Körper ausgeschieden.
Stoffwechsel ist an natürliche Nahrung angepasst
Die Verdauung des menschlichen Körpers hat sich tausenden von Jahren auf natürliche Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente eingestellt. Der gesamte Stoffwechsel ist an natürliche Nahrung angepasst, wieso sollen jetzt „Nahrungsergänzungsmittel“, synthetisch hergestellte Vitamine und isolierte Spurenelemente und Mineralstoffe plötzlich gut und wichtig sein? Noch dazu in einer Gesellschaft, die über genügend natürliche gesunde Nahrungsmittel verfügt? Dass dies zumindest in den Industriestaaten so ist, wird wohl niemand abstreiten. Wieso ist schnell geklärt, es lässt sich billig produzieren und gut verkaufen. Notwendig ist es nicht aber da es ungenutzt wieder ausgeschieden wird, ist es wohl auch nicht gefährlich. Der tatsächliche Bedarf lässt sich jedoch leicht mit natürlichen Mitteln decken und auf “Künstliche/Synthetische Präparate” muss deshalb niemand zurückzugreifen.
Zusammenspiel mit anderen Inhaltsstoffen fehlt
Sicher müssen Sie alles mit der Nahrung aufnehmen, unser Körper kann leider die meisten (fast alle) “Vitamine” nicht selbst herstellen. Im Normalfall geschieht das mit pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln, die alle benötigten Stoffe und eben auch die Vitamine in verschiedener Konzentration enthalten. Bei ausgewogener und Abwechslungsreicher Ernährung ergänzen sich die verschiedenen Nährstoffe. Dabei sollten sie, um zu wirken und einen positiven Effekt zu erzielen im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Tabletten können einfach nicht dasselbe leisten wie Obst, Gemüse, Getreide oder Fisch, es fehlt (auch durch die konzentrierten Mengen) das Zusammenspiel mit anderen Inhaltsstoffen.
DGE-Stellungnahme: Vitaminversorgung in Deutschland
(Zitat)
„Schlagzeilen wie „Deutschland leidet unter allgemeinem Vitaminmangel – alle sind betroffen“ garantieren zwar ein breites Medienecho und erhöhen möglicherweise den Bekanntheitsgrad des Schlagzeilenverursachers oder den Absatz von Supplementen unterschiedlichster Zusammensetzung. Diese oder ähnliche Behauptungen spiegeln jedoch die reale Situation der Vitaminversorgung unserer Bevölkerung nicht wider und führen bei Verbrauchern und Verbraucherinnen zu einer erheblichen Verunsicherung“.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. betont, dass Deutschland kein „Vitaminmangel-Land“ ist. In dieser Stellungnahme wird die tatsächliche Vitaminversorgungssituation beschrieben und dargestellt, dass die Pauschalwarnungen Fehleinschätzungen sind. Danach wird aufgezeigt, in welchen Teilbereichen wirklich Probleme auftreten und Handlungsbedarf besteht. Negativmeldungen werden häufig ausgelöst durch:
- eine nicht reflektierte, synonyme Verwendung der Begriffe „Vitaminmangel“ und „Vitaminunterversorgung“ (Nicht-Erreichen der Referenzwerte);
- einen nicht sachgerechten Umgang mit den von Fachgesellschaften erarbeiteten Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr;
- fehlendes Wissen über die Aussagekraft, die Unterschiede und die Bewertung verschiedener Ernährungserhebungsmethoden;
- fehlende Repräsentativität der untersuchten Stichproben und die Nichtbeachtung weiterer Stichprobenfehler.”
(Zitatende)
Selbst wenn Ihnen also die Nahrungsergänzungsbranche über die Medien einreden will, dass beispielsweise unsere Böden durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung arm an Nährstoffen sind und natürliche Lebensmittel nicht mehr so viele Vitamine enthalten wie früher, ist wohl eher das Gegenteil wahr und es finden, laut „DGE“ sich sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln (im Vergleich zu früher) heute eher höhere Nährstoffgehalte.
Viele Grüße aus Plauen im Vogtland

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Bildquelle: www.bildtankstelle.de






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