Am Ende fragen wir uns, ob der Aufwand sich lohnt

Vor ein paar Tagen habe ich auf der Website des Schriftstellers Paulo Choelho einen Text gefunden, der gut zum Jahreswechsel passt. Solche Vergleiche gefallen mir immer sehr gut, denn sie können „einfacher“ eine Art Spiegel vorhalten als lange wissenschaftliche Erklärungen. Zumindest regen diese Sätze zum Nachdenken an und helfen vielleicht ein paar Entscheidungen zu treffen.

Das Leben ist wie ein großes Fahrradrennen, dessen Ziel ist, die persönliche Legende erfüllen – was den alten Alchemisten nach, unsere wahre Mission auf der Erde ist.

Zu Beginn des Rennens, sind wir alle zusammen – teilen die Kameradschaft und Begeisterung. Aber wenn das Rennen fortschreitet, wird die anfängliche Freude auf dem Weg den echten Herausforderungen Platz machen: Müdigkeit, Monotonie, Zweifel an der eigenen Fähigkeit.

Wir bemerken, dass einige Freunde tief in ihrem Herzen schon aufgegeben haben – sie sind immer noch im Rennen, aber nur, weil sie nicht in der Mitte der Straße stoppen können. Diese Gruppe wächst an der Zahl, alle von ihnen radeln in der Nähe der Begleitfahrzeuge – auch als Routine bekannt – wo sie unter sich sind, sich unterhalten, ihren Verpflichtungen nachkommen, aber dabei vergessen, die Schönheit und Herausforderungen entlang der Straße anzusehen.

Wir selbst schließlich entfernen uns manchmal von ihnen und dann sind wir gezwungen, uns mit Einsamkeit, Überraschungen, unbekannten Kurven in der Straße, und Problemen mit dem Fahrrad auseinanderzusetzen. Nach einiger Zeit, wenn wir mehrmals gefallen sind, ohne dass jemand in der Nähe war, um uns zu helfen, am Ende fragen wir uns zu, ob ein solcher Aufwand sich lohnt.

Ja, natürlich lohnt sich das.

Paulo Choelho 2013

Ziele nicht aus den Augen verlieren

Ich denke, dass wohl jeder kurz nach dem Start den Willen und dass Ziel hat zu gewinnen, doch im Laufe des Rennes stellt sich heraus, dass wohl einige doch schneller sind, bessere Räder zur Verfügung haben oder gleich weiter vorn eingestiegen sind. Viele sind dann froh darüber sich in der Mitte des Feldes zu halten und haben Angst nach hinten durchgereicht zu werden.

Der Gedanke immer wieder aufzustehen und nicht liegenzubleiben, wenn man doch mal gestürzt ist, zieht sich wohl bei den meisten Menschen durch das ganze Leben. Wichtig ist, dass man Ziele hat und wenn es nur das aufschließen zur Gruppe in der Nähe der Begleitfahrzeuge ist.

Ob Ihr nun Abnehmen, im Job weiterkommen, sportliche Ziele erreichen oder gesünder Leben wollt. Ein Ziel zu haben und dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, ist wichtig.