In der Frühphase erkennen

Vor allem, wenn Sie in der Frühphase (also bei diesen lapidaren Erwähnungen des Hausarztes) erkennen, dass da was falsch läuft, anfangen sich zu bewegen und sich gesünder/besser ernähren können solche Erkrankungen gut bekämpft werden und verschwinden meist ohne Medikamente einnehmen zu müssen durch diese Veränderung des Lebensstils.
Sie können selbst schon viel gegen die „Stoffwechselerkrankung“ Diabetes Typ 2 tun und sollten nicht warten bis die Anzeichen zufällig bei einer Untersuchung entdeckt werden.

Gerade wer Übergewicht hat sollte sich vom Arzt regelmäßig die Werte erstellen lassen um die Tatsachen im Blick zu haben. Es bringt überhaupt nichts die Anzeichen auf die leichte Schulter zu nehmen. Von allein werden die Werte nicht wieder besser, erst recht nicht wenn Sie „Vogel Strauß“ spielen und den Kopf in den Sand stecken.

Nachhaltig den Lebensstil ändern

Das Sie mit Medikamenten nur den Zustand halten und nichts verbessern, ist auch klar, denn Medikamente bekämpfen nicht die Ursachen sondern die Symptome. Das ist so, als würden Sie über einen Rostfleck am Auto einfach einen Aufkleber kleistern, sieht erst mal wieder gut aus aber darunter rostet es weiter. Etwas von jedem, also ein bisschen Sport etwas weniger Essen und ein wenig Abnehmen ist aber auch nicht der richtige Weg sondern nur der Anfang Ihres Weges, quasi der erste Schritt. Genau wie mit den Diäten, den Werbesprüchen vom „Schnell Abnehmen“ und allen anderen Versprechen, die zeitlich begrenzt und schnell helfen sollen, funktioniert das alles nur für kurze Zeit und bringt Sie schnell wieder zum alten Zustand zurück. Wenn Sie wirklich ohne Medikamente Leben wollen müssen Sie Ihren Lebensstil soweit ändern, dass das „veränderte“ zum Normalzustand wird, zu Ihrem neuen Lebensstil. Nachhaltigkeit ist hier die Devise aber beraten Sie sich auf jeden Fall mit Ihrem Arzt darüber, was Sie vorhaben, hier bekommen Sie meist schon Tipps, wie Sie die Probleme angehen können.

Irrglaube „Für Diabetiker geeignet“

Verfallen Sie bitte nicht dem allgemeinen Irrglauben, dass Sie sich helfen und die Anzeichen bekämpfen können wenn Sie nur noch Lebensmittel essen auf denen mit dem Wort „Diabetiker“
geworben wird. Denn wenn auf den Produkten im Supermarkt mit solchen Texten, wie zum Beispiel „Für Diabetiker geeignet“ Profitsteigerung betrieben wird, dann heißt das nicht zwingend, dass bei diesen Produkten bessere Zutaten verwendet wurden, es wird einfach die Tatsache ausgenutzt, dass der Verbraucher solche Lebensmittel eher und mehr kauft. Oft wird nur die Tatsache, dass kein (oder weniger) Zucker in dem Produkt ist, dafür verwendet um mit „Für Diabetiker geeignet“ zu werben. Zucker selbst macht aber keinen Diabetes. Ein Zuviel davon kann jedoch zu Übergewicht führen. Insgesamt führt falsche Ernährung mit zuckerhaltigen Getränken und fettreichen Speisen, zu solchen Symptomen, die diese Stoffwechselstörung begünstigen.

Auch ist es inzwischen allgemeine Expertenmeinung, dass Spezielle Diabetiker-Lebensmittel nicht mehr notwendig sind.
Diese Lebensmittel werden im Gegenteil immer häufiger für „nicht förderlich“ gehalten. Sie enthalten nämlich andere Zuckerarten Sorbit oder Fruktose und mehr Fett, um den „normalen “Haushaltszucker zu umgehen. Fruktose kann eine Verfettung der Leber fördern und Sorbit ist für den Organismus schwer verträglich. Zudem wandelt der Körper Fruktose (Fruchtzucker) viel schneller in Fett um als Glukose und stimuliert auch die Einlagerung von Nahrungsfetten stärker.

(Zitat Wikipedia)
„Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung, die an Mäusen durchgeführt wurde, besteht ein Zusammenhang zwischen Fructose Konsum und Übergewicht, der nicht auf einer vermehrten Kalorienaufnahme beruht, sondern auf einer Beeinflussung des Fett- und Kohlenhydratstoffwechsels. In der Tat konnte auch in einer Untersuchung an Menschen gezeigt werden, dass Fructose vom Körper sehr viel schneller in Körperfett umgewandelt wird als Glucose. Darüber hinaus weisen die Ergebnisse dieser Studie darauf hin, dass eine Fructose Aufnahme die Lipogenese (Fettsynthese) stimuliert und die Einlagerung von Fetten aus der Nahrung steigert“.
(Zitatende)

Diabetes und Folgeerkrankungen

Nach der Diagnose Diabetes Typ 2 war es früher klar, dass das Leben der Betroffenen schwerer wurde. Die Regeln in der Küche, beim Kochen und beim Essen wurden komplizierter und der Taschenrechner (Einheiten zählen) wurde neben der Stoppuhr (minutengenaues Planen der Essenszeiten), zu einem Bestandteil des Essens und genauso wichtig wie das Besteck. Heute ist das weitaus einfacher und in vielen Fachbeiträgen oder Aussagen von Ernährungsberatern wird den betroffenen Mut gemacht, sich an die gleichen Ernährungsempfehlungen zu halten die auch für gesunde Menschen gelten. Gesunde, ausgewogene Ernährung, Bewegung und dadurch die Gewichtsabnahme können in vielen Fällen dabei helfen den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern Typ 2 wieder ins Lot zu bringen.

Allerdings sollte eine Medikamenten-freie Behandlung von Diabetes Typ 2, wie auch schon im letzten Artikel erwähnt, auf jeden Fall unter Ärztlicher Begleitung durchgeführt werden. Auf Selbstversuche und/oder Selbsttests sollten Sie in eigenem Interesse verzichten. Ob eine Änderung des Lebensstils ausreichend ist um Medikamente abzusetzen, können Sie zusammen mit Ihrem Arzt feststellen. Doch die von Betroffenen selbst durchführbaren Kontrolluntersuchungen (tägliche Blutzuckermessung) gehören genauso dazu, wie Langzeitzuckermessungen (Blutabnahme in der Arztpraxis).