Ernährung an der Wurzel gepackt

Das Studium der Ernährung scheint (wenn man die vielen Testreihen, Versuche, Vergleiche und Studien betrachtet), sehr wichtig zu sein. Die Frage ist doch eigentlich, warum tun wir das? Jetzt könnte man einfach sagen: „Weil wir es können“ und da ist auch was dran, aber die eigentliche Antwort ist doch: „Weil die Hersteller versuchen, immer mehr Profit aus immer wertloseren Pseudonahrungsmitteln zu schlagen und die vielen Studien nur dazu dienen, den Verbraucher einzulullen und ihm einzureden, dass der Müll genießbar ist.

In diesem Beitrag will ich noch mal kurz darauf eingehen, „was“ wirklich wichtig ist, wenn es um die Ernährung geht. Sind es die ach so neuen wunderbaren Waren und Produkte, die durch die Medienlandschaft geistern? Nein, es sind ein paar ganz einfache Dinge.

Natürliche Nährstoffe unterstützen die Funktion des Körpers

Eine einfache Tatsache ist, dass der gesamte menschliche Körper aus der Nahrung besteht die er zu sich nimmt, aus Wasser und zu einem kleinen Teil aus Luft und Licht. Interessant war für mich, dass unser Körper (mit zirka 70%) zu einem ähnlichen Teil aus Wasser besteht, wie unser gesamter Planet. Die Anpassung an die Umwelt (solang diese intakt ist), ist also ziemlich vollständig.

Dinge, die nicht in diese Kategorien fallen, können Gifte sein und tatsächlich dazu führen, die natürlichen Strukturen und Funktionen des Körpers zu schädigen. Den industriell gefertigten Lebensmitteln sind heute viele solcher „Gift“ Stoffe zugesetzt und es werden immer neue „Verträglichkeiten“ an uns getestet, bei denen sich oft erst nach Jahren herausstellt, dass sie schädlich sind.

Ernährung! Der wichtigste Aspekt des Lebens

Zu wissen, welche einfachen Nährstoffe die korrekte Funktion des Körpers unterstützen und welche Stoffe zu Belastungen führen, kann Ihnen helfen, bessere Entscheidungen über Ihren Lebensstil und Ihre Ernährung zu treffen. Verstehen Sie das von Anfang an und kennen die Verbindungen in Lebensmitteln und Wasser, können Sie weitgehend vermeiden zum Testobjekt zu werden. Die Wurzel unserer Ernährung besteht eben nicht aus künstlichen, nachgemachten, chemisch veränderten Zutaten in den Lebensmitteln, sondern aus den grundlegenden Säulen der Ernährung, die aus Proteinen, Fetten und aus Kohlenhydraten bestehen.

Das sind die Dinge, die als Makronährstoffe bezeichnet werden und sie sind es auch, die neben dem Wasser den größten Teil der Nahrung ausmachen, die wir benötigen. Diese drei Nährstoffarten werden von allen natürlichen Lebensmitteln geliefert und es sind dazu keine Zusätze und Zutaten aus irgendeinem Labor notwendig. Nur Proteine, Fette und Kohlenhydrate bilden die grundlegenden Zutaten um die Maschine Mensch zu bauen und zu erhalten. Ein für alle gültiges Verhältnis dieser Nährstoffe, ist eigentlich sehr schwer ermittelbar, weil einfach jeder Organismus individuell ist und die einzelnen Vorlieben sehr unterschiedlich.

Sehr wichtig ist allerdings die Qualität der Produkte der einzelnen Säulen und eine hochwertige Qualität der Nahrung ist eine Grundvoraussetzung für ein gesundes Leben. Jeden Tag ins Fitnessstudio zu gehen bringt für die Gesundheit nicht viel, wenn parallel dazu Fastfood und andere Fertignahrung gegessen wird und irgendwelche Präparate zum Muskelaufbau geschluckt werden, bei denen keiner so richtig weiss, was drin ist. Was ist also wichtig?

Proteine

Besteht aus zwanzig verschiedenen Aminosäuren und beim Mensch gibt es acht essentiellen Aminosäuren. Essentiell bedeutet: Ihr Körper hat keine Möglichkeit, um diese Bausteine auf andere Weise als über die Ernährung zu bekommen. Fleisch von Tieren, enthält ein komplettes Profil essentieller Aminosäuren, ähnlich wie Fisch. Aber auch Vegetarier haben keine Probleme genügend Proteine in ihrer Nahrung zu bekommen. Protein ist ein Baustein in fast allen Lebensmitteln und Vegetarier essen eine abwechslungsreiche Auswahl von Lebensmitteln um ein komplettes Proteinprofil zu erhalten.

Protein aus Pflanzen ist einfacher zu verdauen und führt weitaus weniger zur Belastung mit Stickstoff, der über die Niere im Harn ausgeschieden werden muss. Die benötigten essentiellen Aminosäuren heißen: Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Valin, Isoleucin, Lysin, Leucin, Methionin. Die Reihen folge habe ich deswegen gewählt, weil es dazu einen schönen Merkspruch gibt. Man kann die Anfangsbuchstaben und beim Phenylalanin, die ersten drei, zu „PheTTVILM“ zusammenfügen, was ausgesprochen „Fettfilm“ ergibt. Das kann man sich besser merken. Oder merken Sie sich einfach, dass sie das hier gelesen haben.
Also:
Phe-nyalanin
T-hreonin
T-ryptophan
V-alin
I-soleucin
L-ysin
L-eucin
M-ethionin

= Fettfilm

Fette/essentielle Fettsäuren

Die essentiellen Fettsäuren unterstützen den Körper bei der Verwaltung/Bearbeitung körperlicher Prozesse, sie bilden auch einige wichtige Strukturen im Körper. Zirka 50% eines gesunden Gehirns und das Nervensystem bestehen aus diesen essentiellen ungesättigten Fettsäuren. Auch die Größe unseres Gehirns und die Anzahl der Gehirnzellen werden von ungesättigten Fettsäuren beeinflusst. Hierzu habe ich noch ein Zitat aus der Wikipedia,

(Zitat)
„Sowohl gesättigte als auch ungesättigte Fettsäuren liefern viel Energie, unterstützen das Immunsystem, vermindern u.a. Depressionen und wirken sich auf viele weitere Stoffwechselprozesse positiv aus. Fette mit hohem Anteil an mittelkettigen Fettsäuren sind einfacher zu verdauen als solche mit langkettigen Fettsäuren.
Zudem hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in einer aktuellen Auswertung von Interventionsstudien mit über 13 600 Teilnehmern herausgefunden, dass ein hoher Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren, zusammen mit einem niedrigen Anteil gesättigter Fettsäuren, das Risiko für koronare Herzkrankheiten (z.B. Herzinfarkt) senkt. Sie bestätigte damit Ergebnisse, die Daniel und Hecht bereits 1990 veröffentlichten. Günstige Verhältnisse mehrfach ungesättigter zu gesättigter Fettsäuren finden sich vor allem in Pflanzenfetten: Distelöl (74,5 %/8,6 %), Hanföl (70 %/10 %), Sonnenblumenöl (60,7 %/11,5 %), Sojaöl (61,0 %/13,4 %) und Rapsöl (27 %/6 %). Ausnahmen bilden Kokos- und Palmkernfett (1,4 %/86,5 %).“
(Zitatende)

Die Gruppe der Kohlenhydrate

Die letzte Säule bilden die Kohlenhydrate. Diese Nahrungsmittel liefern Energie und viele notwendige Ballaststoffe. Ballast/Faserstoffe finden sich hauptsächlich in Pflanzen, sind kein Nährstoff aber für die normale Funktion des Körpers und die Beseitigung von Abfällen sehr wichtig. Sie sind sozusagen der Besen, der auskehrt.

Die beste Quelle für verschiedene Mengen an Faserstoffen bieten Obst und Gemüse. Kohlenhydrate die in Getreideprodukten zu finden sind, sind bestenfalls eine schnelle Energiequelle, aber nur dann, wenn es Vollkornprodukte sind.

Der Rest sind leere Kohlenhydrate und für eine gesunde Ernährung vollkommen wertlos. In raffiniertem Mehl ist nichts wertvolles mehr enthalten, weder Mineralien noch Ballaststoffe. Es ist quasi reiner Zucker! Kohlenhydrate sollten sie vor allem abends weglassen.

Die drei genannten Säulen der Ernährung sind sehr wichtig und stellen den Großteil einer gesunden Ernährung. Sie waren in der Vergangenheit die einzigen Komponenten der Ernährung. Das alles änderte sich durch die Möglichkeiten, die uns die Forschung seit dem späten 19. und im 20. Jahrhundert brachte.

Wieweit uns das vorwärts bringt ist eine andere Sache und solange die Gier über der Moral steht, wird wohl weiter und mehr wertloser Nahrungsmüll produziert.

Fazit

Mit dem Studium der Ernährung befassen sich die Menschen (auf unterschiedlichste Art und Weise), bereits seit tausenden von Jahren. Nur waren die Studien früher auf das reine Testen (genießbar oder nicht) beschränkt.

Wenn das heute noch so wäre, würde es in den Labors von Pharma und Lebensmittelfirmen (ist das dasselbe?) an Mitarbeitern mangeln. Wer wäre schon gerne Vorkoster eines profitgeilen Aktionärs oder Vorstandes.

Die Zusammenhänge zwischen den Inhaltsstoffen der Lebensmittel und ihrer Wirkung auf den menschlichen Organismus zu erkennen und zu verstehen, gelingt uns immer besser.

Dafür haben nicht nur Laborversuche gesorgt sondern auch Langzeittests und Studien am Mensch selbst. Sei es nun bewusst durch Testreihen oder unbewusst (für die Verbraucher), indem man die Dinge einfach angeboten hat und beobachtet was über längere Zeit passiert.