Wenig Essen? Kein Sport?

Das klingt doch schon Falsch oder?

Die ersten zwei Fallen in die Sie nicht tappen sollten, das „Zwischendurch“ essen und das Verwenden der falschen Getränke, haben wir im Teil 1 (Artikel Noch eine Abnehmlösung) dieser Artikelserie, versucht zu definieren.
Weil es einfach so ist, dass man eben nur Fehler abstellen kann, die man erkannt hat und auch weil man oft denkt, „Das weiß ich doch schon lang“, ist es sehr wichtig auch so zu handeln und zu versuchen die Fehler „bewusst“ zu vermeiden.

Jetzt will ich aber wie versprochen weitermachen und Ihnen weitere „Fallen“ nennen, die Sie mit Sicherheit auch schon kennen oder davon gehört haben.
Nur manchmal lässt man sich von den Werbebotschaften und dem Geschrei der Verkäufer derart blenden, dass man die Nachteile, die solche Aktionen haben übersieht oder (noch schlimmer) erst bemerkt wenn man gesundheitliche Probleme bekommt.
Dann ist der, der sich die Taschen mit solchen Lügen gefüllt hat, meist schon lange verschwunden. (oft mitsamt dem Produkt)

Kommen wir also zu den nächsten Fehlern, die es Ihnen schwer machen, Ihren Hüftspeck loszuwerden und Ihr Traumgewicht zu erreichen.

Zu wenig essen um Abzunehmen

Ist einer der klassischen Fehler, denn es liegt meist nicht daran wie viel Sie essen, sondern was Sie essen.
Essen Sie einfach mal so gut wie gar nichts mehr, werden Sie zwar schon bald sehen, dass sich auf der Waage und vor dem Spiegel etwas tut: Aber dieser Erfolg wird garantiert nur von kurzer Dauer sein.

Ihr Körper holt sich, was er braucht, darauf können Sie sich verlassen. Nur dann garantiert umso mehr.
Die geringeren Nahrungsmengen zwingen Ihren Stoffwechsel sich umzustellen.
Alles was er bekommt, wird umso schneller und effektiver verwertet und das wiederum bedeutet, dass Sie von Heißhungerattacken überfallen werden.

Außerdem fängt sogar unser Körper an „zu Hamstern“ (sozusagen) und speichert noch mehr Energie in den Fettzellen, denn dieses „zu wenig essen“ vermittelt den Eindruck von schlechten Zeiten und dafür muss schließlich vorgesorgt werden.

Nach einiger Zeit auf diesem hohen „Gewichtslevel“ betrachtet Ihr Körper dieses Gewicht als Normal und setzt einen (sogenannten) „Setpoint“ Danach wird es umso schwieriger bei Abnehmversuchen unter diesen Punkt zu kommen. Auch das haben die meisten schon erlebt und mir ging das auch so.

Es ist aber möglich neue „Setpoints“ zu setzen, darüber können Sie hier auch mehr erfahren. Im Artikel Idealgewicht durch Sport, die Setpointtheorie haben wir darüber berichtet und finden, dass dieser Gedanke ziemlich schlüssig ist. Es ist alles eine Frage der Gewöhnung, auch unser Körper gewöhnt sich an das Gewicht, auch wenn es zu hoch ist. Leider!

Der kurzfristige Erfolg

den das Hungern brachte ist also schnell verschwunden und die ganze Quälerei war umsonst. Essen Sie dann nach einiger Zeit wieder normal, weil solche „Torturen“ keiner lange durchhält, nehmen Sie viel schneller wieder zu, was genau dem allseits bekannten „Jo-Jo-Effekt“ entspricht.

Der muss dann wieder als Ausrede dafür herhalten, dass man nicht Durchgehalten hat und sich von den Fressattacken überrumpeln ließ. Nahrungsentzug wird sich also auf lange Sicht nicht auszahlen und schwächt den ganzen Körper.

Genauso ist es unsinnig anzunehmen, Sie könnten ohne Sport abnehmen.

Lassen Sie sich keine Wunder und Zauberwege aufschwatzen bei denen immer das sprichwörtliche Brett an der dünnsten Stelle gebohrt wird. Ohne Sport? Nur mit Hungern? VERGESSEN SIE‘S! Wenn Sie wirklich abnehmen wollen, müssen Sie trainieren und Sport betreiben.

Sie müssen sich regelmäßig bewegen und das möglichst so lange, bis es zu Ihrer Gewohnheit geworden ist. Fangen Sie an! Tun Sie es einfach! Der Erfolg wird Sie motivieren, Sie anstacheln weiterzumachen und Sie dazu bringen dieses neue bessere Leben schließlich als normal zu betrachten.
Noch nicht unterwegs? Es können gern auch erst mal ausgedehnte Spaziergänge sein, steigern Sie sich langsam hinein in ein neues gesünderes Leben.

Jede Bewegung wird die Fettverbrennung und dadurch das Abnehmen unterstützen. Außer vielleicht am Kopf kratzen und dann die Bierflasche anheben.
Stricken ist auch nicht besonders Fettverbrennend, aber dabei entsteht wenigstens etwas Sinnvolles.

Eine der wichtigsten Eigenschaften, die Sie benötigen um Abzunehmen oder einfach um Ihre falschen Gewohnheiten zu ändern, hat das Stricken aber schon. Denn zum Stricken braucht man Geduld und Zeit, Masche für Masche wird der Pullover Fertig, genauso wie Sie Gramm für Gramm abnehmen.

Sie können nicht die Stricknadeln in die Hand nehmen, nach der Wolle greifen und „Zack“ der Pullover ist fertig, das geht nicht!!! Jeder, der jetzt sagt, na das ist doch klar, kann eigentlich auch nicht mehr auf die „Schnell, schnell“ Diät Lügner hereinfallen.
Auch die „über Nacht Schlank“ oder „Folienabstreif“ Verkäufer haben bei jedem, dem das klar ist schlechte Karten.

Dauerhafte Veränderungen erreichen Sie nur, wenn Sie „Dauerhaft“ etwas verändern!