Ansätze zum Functional Training

Nachdem wir in den letzten zwei Beiträgen auf Fragen zu Functional Training wie: Was ist eigentlich Functional Training und im nächsten Teil auf die: Bessere Koordination und Geschicklichkeit eingegangen sind, wollen wir heute, wie angekündigt, einige Ansätze auflisten, die Ihnen helfen das Wissen aus den letzten zwei Beiträgen in Ihren Trainingseinheiten zu verwirklichen.

Stärkung der Muskulatur und Entlastung der Sehnen

Die besten funktionellen Übungen die Sie machen können, enthalten Verdrehungen und Verbiegungen des Körpers. Hier ist wieder die starke Ähnlichkeit zum Yoga, in dem auch viele Elemente des Functional Trainings zu finden sind. Diese Form von Übungen bearbeitet die Muskeln tief in Ihrem Körper.

Es liefert gute Ergebnisse bei der Stärkung der Muskulatur und der Entlastung der Sehnen. Dabei können Sie schon Ihre aktuellen Workouts nutzen und durch einfache Veränderungen und Anpassungen mit geeignetem funktionellem Training die ursprünglichen Vorteile erweitern. Hier haben wir einige Ansätze, um Ihnen zu helfen das zu verwirklichen.

Zusätzliches Training der „Kernmuskulatur“

Während Sie Übungen durchführen, bei denen Sie stehen, können sie dieses Training auf eine neue Ebene bringen, indem Sie sich dabei auf ein Objekt stellen, dass es erfordert das Gleichgewicht zu halten, während Sie trainieren (bspw. ein „Balanceboard“). So können Sie immer die ursprünglichen Vorteile aus der Übung nutzen, werden aber durch diese Ergänzung um einiges effektiver und trainieren Ihr Gleichgewicht sowie die Körperkoordination gleich mit. Das zusätzliche Training der „inneren“/der „Kernmuskulatur“ hilft außerdem am Ende mehr Energie zu verbrennen.

Kombinieren Sie so viele Übungen wie möglich, um maximale Stabilität zu erzielen. Ein weiteres Beispiel hierfür wäre, einen Medizinball oder ähnliches auf den ausgestreckten Händen zu halten, während Sie Kniebeugen machen. Eine weitere erstklassige Übung ist es, einzelne Übungen (Kniebeuge, Dehnübungen) auf einem Schwebebalken (oder einem ähnlichem Element) durchzuführen, mit dem Sie Ihre Balance zusätzlich trainieren.

Alles was einem Schwebebalken ähnelt ist hierfür geeignet. Zum Beispiel können sie dafür einfach ein Kantholz 10 cm x 12 cm, ab 1,00 Meter Länge nutzen, dass Sie gehobelt und behandelt in jedem Baumarkt bekommen. Das nimmt auch nach dem Training keinen Platz weg und ist schnell verstaut.

Übungen mit einem Kettleball helfen ebenso der Balance und dem Aufbau der Rumpf/Kernmuskulatur. Hier können Sie genauso kreativ werden wie bei Übungen mit einem Medizin-/Fitnessball. Beispiele gibt es dafür sehr viele und wenn Sie im Browser, bei der „Bildersuche“ einmal das Wort Dehnübungen eingeben, werden Ihnen die Möglichkeiten nicht mehr ausgehen.

Gespräch mit Therapeuten/Trainern suchen

Dies sind nur ein paar Möglichkeiten, die Sie nutzen können. Es ist natürlich am besten, einen Trainer zu bitten, Ihnen bei der Suche nach einem für Sie passenden Trainingsplan für Ihr funktionelles Training zu helfen oder dies in einer Praxis für Physiotherapie zu tun. Diese Leute kennen richtige und zu Ihren Bedürfnissen passende Techniken, die Ihnen helfen können.

Ein guter Ansatz ist es, mit einer Liste dort hinzugehen, auf der nicht nur steht wo Ihre Probleme liegen (es sind mit Sicherheit nicht nur Rückenschmerzen), sondern auch gleich, was Sie über den Tag tun, welche Arbeiten ihnen schwerer fallen und wo Sie sich Verbesserungen wünschen. Denken Sie nicht erst darüber nach, wenn sie im Gespräch mit den Therapeuten sind, sondern bereiten Sie sich umfassend auf das Gespräch vor. So kann der Trainer/Therapeut Ihnen schneller helfen, sich besser zu fühlen.

Ein Schritt nach dem anderen

Natürlich geht es auch in diesem Bereich niemals „Schnell-schnell“ und die Übungen müssen Sie schon regelmäßig selbst durchführen. Wenn Sie jemals etwas mit Physiotherapie zu tun hatten, dann wissen Sie ja, dass es auch dort nur einen Schritt nach dem anderen geht und sich keine plötzlichen Erfolge einstellen. Eine gute Idee ist es auch, die Therapie-Übungen zuhause weiter zu nutzen und zu versuchen sie in die tägliche Alltags-Routine einzubauen. Vielleicht finden Sie etwas, das Sinn macht und in Ihre täglichen Aktivitäten passt.

Wichtig ist mir noch, darauf hinzuweisen, dass es keine bestimmte Übung gibt, die für alle das Beste ist. Da jeder Mensch unterschiedliche Aufgaben und Arbeitsabläufe hat, die seinen Tag füllen. Ziehen Sie in Betracht, dass „Functional Training“ für Sie ein günstiges, passendes Konzept ist, um Ihre Koordination, Flexibilität und Schnelligkeit zu erhalten oder zu erhöhen? Okay, dann haben Sie mit diesen drei Artikeln schon mal ein Grundwissen, wie Sie an das Training herangehen können und brauchen eigentlich nur noch eins zu tun: Anfangen!