Superbeeren, Superfood? Ist da was dran?

Im letzten Artikel habe ich angefangen, einen Beitrag über unsinnige Fitness und Gesundheitstrends etwas ausführlicher zu beschreiben und mir die einzelnen Punkte vorzunehmen. Mit dem Wasser in Flaschen habe ich angefangen und heute möchte ich die sogenannten „Superbeeren“ und „Superfood“ Lebensmittel zum Thema/aufs Korn nehmen.

Nicht das erwartete „Gewicht-Verlust-Wunder“

Den Hype gibt es seit vielen Jahren und mittlerweile glauben sehr viele Menschen nicht mehr daran, denn sie haben es probiert und gemerkt, dass es nichts gebracht hat. Die Gründe dafür sind vielfältig, das ist auch klar und die Beeren an sich sind schon ein gesundes Nahrungsmittel.

Niemand bestreitet das, aber die exotischen Beeren sind auch nicht das „Gewicht-Verlust-Wunder“, dass uns die Hersteller verkaufen wollen. Auf jeden Fall nicht in den Mengen, die diesen angeblichen Wunderprodukten zugesetzt werden.

Himbeeren, Blaubeeren, frische Brombeeren, Weintrauben oder ein Glas Rotwein haben den gleichen Effekt wie Acai- oder Goji-Beeren, denn auch in den heimischen Gärten wachsen Früchte, deren Inhaltsstoffe extra gesund sind und die nicht so teuer wie die Superbeeren sind.

Im Beitrag meiner Recherche (Link unter dem Artikel) stand: dass bspw. Blaubeeren und Brombeeren alle wichtigen Vitamine enthalten die der Körper braucht und man mit Weintrauben einen wesentlichen Beitrag leisten kann um sein Blut zu erneuern. Da schließe ich mich an und das Glas Rotwein hat auch noch niemandem geschadet, solange man beim Alkohol nicht denkt, viel hilft viel.

Gewissenlosigkeit ist Trumpf

Hunderttausende von Menschen sind auf der Suche nach Produkten oder Methoden, um Gewicht zu verlieren. Genau das ist für die Hersteller der Ansatz, mit dem sie ihren Umsatz ankurbeln wollen. Beides ist nicht schlecht, die Produkte sollen den Menschen helfen und die Firmen brauchen den Umsatz um zu existieren. Das Problem liegt darin, dass der Umsatz wichtiger ist als die Gesundheit der Verbraucher.

Von der Marketingabteilung erwarte ich die Erfüllung der Umsatzvorgaben, sagt der Vorstand und so kommt es zu Verpackungen und Werbesprüchen, die uns alles möglich vorgaukeln. Kreative Lügner erfinden Personen, die angeblich Erfolg mit dem Produkt haben und noch schlimmer sind gekaufte Aussagen von Ärzten und Promis.

Gewissenlosigkeit ist Trumpf, Hauptsache der Gewinn stimmt. Auf einer anderen Website habe ich einen „Acai Berry Diet – Scam Alert!“ also eine Bertugsalarm gefunden, in dem eine gewisse Julia Miller wegen -Diät-Betrug- gesucht wird. (Link unter dem Artikel, Quelle)

Auch das ist mal interessant und zeigt die Machenschaften auf, die für den Umsatz unternommen werden und auch Journalisten, von denen wir eigentlich Objektivität erwarten, beteiligen sich “fürs Geld” an solchen Betrügereien.

Fazit

Diese Beeren sind einfach dass, was sie sind, wohlschmeckende Beeren! Sie sollten genauso behandelt werden, wie all die anderen exotischen Früchte, die wir in den Märkten erhalten können. Nichts daran ist „Super“ oder viel besser als andere Früchte mit ähnlichen Inhaltstoffen.

Es gibt auch keine Beweise, dass diese Beeren Gewichtsverlust fördern, das Bauchfett verschwinden lassen, das Blut reinigen oder eure Libido verbessern. Nur weil eine Frucht aus dem Amazonas-Regenwald oder sonst woher kommt, ist sie noch lange kein Wundermittel, oder? dass die Beeren nur Obst sind und kein Medikament. Das Gleiche gilt für die ganzen Nahrungsergänzungen, die vielleicht nur auf dem Fließband an einer Beere vorbeigelaufen sind.

 
Fakt ist, dass wie alle wissen, dass da draußen jede Menge Betrüger unterwegs sind. Es gelingt denen aber immer wieder, die Hoffnungen und die Verzweiflung der Menschen auszunutzen, ein Konzept, dass nachweislich seit tausenden Jahren funktioniert.
Also, wenn Ihr schon solche “Superbeeren” essen wollt oder Produkte daraus kauft, solltet Ihr wenigstens darauf achten, wieviel davon überhaupt enthalten ist. 0,2 oder 0,3 Gramm pro 100 Gramm würde ich mir doch die Frage stellen, ob ich hier nur abgezockt werden soll.

Bei Nahrungsergänzungen, also Pillen und Pulvern, wäre ich noch vorsichtiger, denn da weiß nur der Laborant, was noch drin ist und wie war der Spruch mit dem Arzt oder Apotheker? Zu Risiken und Nebenwirkungen…

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