Angst vor Veränderung?

Im letzten Artikel Ich hab doch noch Zeit Teil 1 versuchte ich aufzuzeigen, dass es keine Zaubermittel gibt und das, dass Warten auf bessere Zeiten eine Illusion ist.

Hier kommt zum Tragen, dass sich diese Menschen auch keine Ziel und Zeitvorgaben setzen, zumindest in der Freizeit denken diese Leute, dass sie das nicht brauchen.
Reicht ja schon der Stress auf Arbeit, die Freizeit will ich doch genießen.

Über die Notwendigkeit von Fitness und die Verbindung zwischen Fitness, Beruf und Freizeit, habe ich hier im Artikel Fitnessmöglichkeiten auch schon mal Stellung bezogen.

Der unmittelbare Zusammenhang dürfte aber klar sein, denn wenn ich zu oft liegenbleibe, sagt mein Chef auch irgendwann „Bleib liegen ich hol mir jemand anderen“.
Eine Zeit lang geht das vielleicht alles gut und hat keine sofortigen Konsequenzen.

Tun Sie etwas für sich und Ihre Gesundheit ist das auch so.
Es passiert (scheinbar) nichts und Sie werden auch nicht für Ihre Aktivität belohnt.
Ihre Leistungsfähigkeit und Ihre Gesundheit über viele Jahre länger zu behalten, ist (meiner Meinung nach) Ansporn und Belohnung genug auch etwas dafür zu tun.

Über das Wohlfühlen im eigenen Körper habe ich da noch gar nicht gesprochen. Solange Sie sich wohlfühlen und fit sind, ist also der Anreiz etwas zu tun oder der Wille zur “Veränderung” sehr gering und Sie konzentrieren sich lieber auf Genüsse und Bequemlichkeiten.

Angst vor Veränderung der Gewohnheiten

Mir ging das genauso bis es fast zu spät war.
Ich wusste auch genau das es wichtig ist sich Fit zu halten und habe das alles ignoriert um meine Bequemlichkeiten weiter zu genießen.
Wahrscheinlich schaffte ich es nicht aus meiner Box der Gewohnheiten herauszukommen, weil es da so schön bequem war oder weil ich vielleicht Angst vor Veränderungen, diesem neuen, unbekannten hatte.

Gerade wenn Sie diese Angst überwinden, passieren aber die wunderbaren Dinge, es verändert sich etwas, -meist zum positiven.
Jeder kennt doch dieses komische Gefühl im Bauch, zum Beispiel bei Prüfungen oder das erste Mal Autofahren, der erste Flug, Das erste Mal…! Ist es da nicht auch so gewesen, dass hinterher alles viel schöner und besser war?

Also raus aus dem Sessel, runter vom Sofa und anfangen!
Innerer Schweinehund? PAH! Dir werd ich’s schon zeigen!

Vielleicht hatte ich das Glück, gerade noch zu bemerken das da etwas aus dem Ruder läuft und der Punkt an dem ich mir nicht mehr allein helfen konnte immer näher rückte. Wer weiß.
Ich bin jedenfalls froh, dass ich dieses „Grummeln“ im Bauch überwunden habe, dass es Klick gemacht hat und ich mir noch selbst “da raus-helfen” konnte.

Zurückblickend bin ich froh meinen Stolz und meine Angst irgendwas zu verpassen, zu Gunsten meiner Gesundheit überwunden zu haben.
Mich hat die Aufschieberitis also genauso gequält und an einen Punkt gebracht der an einen „Point of no return“ erinnert.

Ausreden, Alibitätigkeiten

Das Aufschieben äußert sich aber (im Job wie auch privat) auch in anderem Ausweichverhalten oder in Alibitätigkeiten, denn vor sich herschieben heißt ja nicht, dass Sie Däumchen drehen und warten das der Tag vergeht.

Da wird an eigentlich schon Fertigen Sachen gewerkelt oder gefeilt um hier oder da noch was zu verbessern, nur um nicht handeln zu müssen.
Plötzlich werden Dinge wichtig, die Sie sonst nebenbei und eigentlich unterbewusst erledigen.
Allein das zu bemerken kann Ihnen schon aus mancher Misere helfen, die Sie vor sich herschieben.

Daran wie  Probleme angepackt werden, kann man erkennen das auch das Fokussieren auf die wichtigen Dinge sehr effektiv ist. So ein Vergleich zeigt das auf verblüffend einfache Art.
Manchmal ist es die Angst vor der nächsten Aufgabe, manchmal die Angst davor sich zu blamieren (was werden denn die anderen sagen?) Egal, es gibt viele Gründe.
Alle haben aber gemeinsam, das wir es selbst sind, die handeln müssen!

Wer etwas nicht will, findet Gründe! Wer etwas will, findet Wege!

Hab ich letztens irgendwo gelesen und das ist auch so.
Ein anderer treffender Spruch ist:

Man muss nur was tun, dann tut sich auch was.

Versuchen Sie es einmal! Wege zu finden! Vielleicht finden Sie ja Spaß daran, wenn Sie erst mal bemerkt haben, das es funktioniert und Sie sich viel besser fühlen. Wer weiß…