Ziele, Perfekt oder Fertig zum Termin?

Dieser „Perfektionismus“, den man manchmal an den Tag legt nur um etwas anderes vor sich herzuschieben, spielt, gepaart mit dem Ehrgeiz alles richtig machen zu müssen, auch im professionellen Bereich eine Große Rolle. Ob aber eine Entscheidung richtig war, kann sich erst zeigen nachdem Sie getroffen wurde. Sie können das nicht selbst entscheiden.

Ob ein Buch gut ist, entscheiden auf lange Sicht die Leser und ob ein Produkt sinnvoll ist wird letztendlich auch durch die Kunden entschieden die es kaufen.

Marketing Experten werden jetzt den Finger heben und sagen, das Sie es schaffen ein Produkt so sinnvoll zu machen, dass es gekauft wird.

Stimmt schon, ist aber aus Sicht des Kunden eben nicht immer sinnvoll. Wenn ich es schaffe einem Eskimo (oder Inuit) einen Kühlschrank als Heizung zu verkaufen, weil ja plus 5° immer noch wärmer sind als minus 2o° oder mehr, dann sagt das noch lange nichts über die Qualität des Kühlschrankes aus.
Es bestätigt mir nur die Skrupellosigkeit des Verkäufers.

Kommen Sie zum Schluss

Ich möchte Ihnen damit nur sagen, das Dinge die bereits erledigt sind, durch
liegenlassen und vor sich herschieben auch nicht besser werden und so geht das mit vielen aufgeschobenen Kleinigkeiten.
Sobald eine Aufgabe abgeschlossen ist, kommen Sie damit auch zum Schluss und widmen sich der nächsten. Ziele können wir eben nur erreichen wenn wir handeln. Punkt!

Überwinden Sie erst mal die Angst vor der eigenen Courage, die Angst zu denken, „das schaffe ich nicht“.
Denn solange Sie so denken fangen Sie auch nicht an. Sie müssen umdenken Die richtige Frage lautet nicht: „Wie werde ich damit bloß fertig?“, sondern „Wie fange ich damit an?“.
Deswegen ist die größte Hürde beim Aufschieben, überhaupt erst zu beginnen.

Wenn sich viel angesammelt hat, dann portionieren Sie eben, 2 bis 3 Dinge pro Tag ein für alle mal zum Abschluss zu bringen ist schon mal ein Plan. Sie werden merken, (wenn Sie das durchziehen) dass Sie nach ein paar Tagen nichts mehr aufzuschieben haben 🙂 auch ein klasse Gefühl.

Aufgaben „zerlegen“!

Hier ist es wie mit der Trägheit: Wenn ein schwerer Körper erst einmal in Bewegung ist, wird es viel leichter ihn auch in Fahrt zu halten.
„Die längste Reise beginnt bekanntlich mit einem einzelnen Schritt“, heißt es in einem chinesischen Sprichwort.

Na dann! Fangen Sie also mit kleinen Schritten an! So kommen Sie Stück für Stück mit Ausdauer zum Ziel und sagen sich dann vielleicht „Na das ging ja schnell“! (Ist mir schon ein paar mal passiert). Zum Thema „Erfolgreich handeln“ sind hier schon einige Artikel zu finden.

Hauptsache ist, Sie sitzen nicht wie gelähmt vor Ihrer Aufgabe, so wie ein Kaninchen vor der Schlange.
Tot-stellen und Ignorieren hilft auch nur in den seltensten Fällen.
Obwohl es auch Dinge gibt, die sich durch warten von selbst erledigen.

Brauch ich den Mist überhaupt?

Zum Beispiel, wenn mich wieder mal ein eindringlicher Werbespruch dazu bringt, etwas „unbedingt“ haben zu müssen, dann warte ich ein zwei Tage und bemerke, „Ich brauch den Mist doch gar nicht“

Es Ist also gar keine Frage, Aufschieben hat manchmal auch Vorteile: Es gibt Aufgaben, die sich tatsächlich von allein erledigen.
Andere Dinge erledigen sich nach einiger Zeit leichter, weil man bis dahin bessere Informationen darüber hat.
Einige andere „Beinahe-Entscheidungen“ können sich nach kurzer Zeit als gefährliche Irrtümer herausstellen und dann ist es Gut so, dass man nichts unternommen hat!

Langfristig Frust und Stress

Langfristig aber sorgt unsere „Aufschieberitis“ oder eben „Prokrastination“ für Frust und Stress.
Weil man das nicht mehr schafft, was man sich vorgenommen hat und bald an seiner Leistungsfähigkeit zweifelt.
Weil dann unser Selbstwertgefühl im Keller ist, beginnt ein Teufelskreis aus Aufschieben, Überforderungs- und Minderwertigkeitsgefühlen.

Am besten, Sie beginnen mit den Unangenehmsten Dingen und Packen den Stier bei den Hörnern: Garantiert ist es die unangenehmste Ihrer Aufgaben, die Sie am längsten vor sich herschieben. Erledigen Sie diese zuerst, bringen Sie das hinter sich! Solange Ihr Wille dazu noch frisch ist!

Der Rest des Tages wird Ihnen viel leichter fallen und das Wissen, „Es klappt! Ich schaff das!“ motiviert Sie weiterzumachen.
Spätestens nach der dritten erledigten (Aufgeschobenen) Aufgabe wird Ihnen ein breites Grinsen im Gesicht stehen und das positive Gefühl der Freude beflügelt Sie weiterzumachen. Herrlich!
Versuchen Sie es mal! Handeln Sie! Was kann schon passieren? Das es funktioniert? Na prima, dann Los!

Wie war das gleich? Man muss nur was tun, dann tut sich auch was.