Veränderte Lebenseinstellungen sind keine Diäten

Im letzten Beitrag haben wir begonnen, uns mit den verschiedenen Methoden einer Kohlenhydratarmen Ernährung auseinanderzusetzen. Die „Atkins – Methode“? und die „Logi – Methode“, werden oft als Diät bezeichnet, was aber von der Einordnung her gesehen nicht so stimmen kann. Beide Methoden sollten als eine Art Lebenseinstellung gesehen werden, die zur Gewichtsreduzierung führt und Ihnen helfen wird das Gewicht zu halten.

Wenn Sie sich sozusagen „Gewohnheitsmäßig“ gesund ernähren und sich ausreichend bewegen, wird aus dieser Ernährungsform eine positive Lebenseinstellung, die auf jeden Fall besser ist, als mit Chips und Bier in der Hand, in einem bequemen Sessel auf den Infarkt zu warten. Dass die Methoden seit vielen Jahren, von tausenden Menschen, wirksam angewendet werden, sollte zumindest ausreichen darüber nachzudenken, wie Sie diese Möglichkeiten für sich nutzen können.

Bei den ursprünglichen Formen ansetzen

Viele Köche verderben bekanntlich den Brei und wenn Sie sich vorstellen, dass diese Methoden die „Grundzutaten“ für erfolgreiches Abnehmen bilden, dann können Sie nachvollziehen, welche Rolle die jedes Jahr aufs Neue wiederkehrenden Mode-Diäten spielen. Es sind einfach nur neue Rezepte des gleichen Gerichtes, die mit neuen verführerischen Werbetexten in die Speisekarten (Zeitschriften) geschrieben werden.

Das „Neue“ wird meist an eigentlich winzigen Veränderungen bei den Zutaten festgemacht und diese neuen Gewürze (oder „Wunderzutaten“) werden meist noch in so winzigen Mengen beigemischt, dass eine Wirkung gar nicht nachvollziehbar ist. Der einfachste und preiswerteste Weg ist also sicherlich der, bei den ursprünglichen Formen anzusetzen. Dazu muss man wissen, wie der Körper arbeitet und auf die verschiedenen Nahrungsmittel bzw. Nährstoffe reagiert.

Insulin und Glukagon = Pro und Kontra

Es gibt zwei wichtige Hormone, die der Körper als Reaktion auf Ihre Nahrung freisetzt. Klar gibt es auch viele Enzyme und Säuren, die an Ihrer Verdauung beteiligt sind, aber die zwei interessanten Hormone, auf die Sie sich konzentrieren müssen, sind das Insulin und das Glukagon. Die meisten Menschen werden eine Verringerung der Insulinwerte mit Diabetes assoziieren, doch das Hormon spielt ebenfalls eine große Rolle bei der Speicherung von ungenutzter Energie (in Form von Fett), in Ihrem Körper.

Glukagon spielt, auch wenn es nicht annähernd so gut bekannt ist, eine genauso große Rolle, kann dies aber nur, in den Momenten, in denen Ihr Körper mit einem niedriger Blutzuckerspiegel belastet ist. Beginnen wir mit dem Insulin und gehen dann zum Thema Glukagon über. Wie der Prozess funktioniert lässt sich so besser erklären und wird auf diese Weise leichter zu verstehen sein.

Insulin zählt zu den lebenswichtigen Hormonen

Insulin ist eines von den wunderbaren Hormonen, das in unserer Bauchspeicheldrüse und dort in einem Gebiet, dass als „Langerhans-Inseln“ bekannt ist, produziert wird. Dieser eigentlich winzige Bereich hat wahrscheinlich im Körper des Menschen, im Laufe der Entwicklung mehr Probleme verursacht als jeder andere Bereich.

Wenn irgendetwas falsch läuft, in diesem Bereich und es kann nicht genug Insulin produziert werden, reagiert der Körper sofort darauf und die verschiedensten gesundheitlichen Probleme treten auf. Normalerweise wirkt Insulin, so wie es soll und zählt zu den lebenswichtigen Proteohormonen. Nach der Aufnahme kohlenhydratreicher Nahrung steigt der Blutzuckerspiegel an und als Reaktion darauf wird von der Bauchspeicheldrüse Insulin ins Blut ausgeschüttet.
Seine Hauptwirkung ist also die rasche Senkung der Blutzuckerkonzentration durch den Transport von Glukose aus der Gewebsflüssigkeit und aus dem Blutplasma in das Zellinnere.

Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen von Glukose aufnehmen und diese entweder in Form von Glykogen speichern oder in Energie umwandeln.

Zucker/Glukose und Insulin, eine sinnvolle Partnerschaft?

Das alles ist notwendig, denn Zellen im Körper benötigen eine gewisse Form von Energie. Kohlenhydrate sind der Nährstoff, der am einfachsten und am schnellsten in diese notwendige Energie umgewandelt werden kann. Sie werden in der Leber, in verschiedene „einfache“ Zuckermoleküle (Glukose) aufgespalten und dürfen frei in der Blutbahn schwimmen/schweben. Die Glucose im Blut wird als Blutzucker bezeichnet. Wenn sich viel Zucker/Glukose in der Blutbahn befindet, weil Sie Kohlenhydrate gegessen haben, wird auch mehr Insulin ausgeschüttet.

Die zwei werden sich treffen und innige Freundschaft schließen, denn das Insulin hat die Möglichkeit seinen neuen Freund in die Zellen einzuschleusen. Es hat sozusagen die Eintrittskarten für die Feier in der Zelle. Ohne Insulin kann der Zucker nicht in die Zelle, wo er (als ultimative Ehre) sofort in Energie umgewandelt wird, die von der Zelle verwendet wird. Solange die Mengen stimmen ist das eine sehr sinnvolle Partnerschaft und unnötige Reserven sind eben unnötig.
Zucker und Insulin wirken als Partner, das ist im Kern, die Verwendung von Insulin und immer wenn jemand Kohlenhydrate isst, signalisiert der Körper der Bauchspeicheldrüse, Insulin freizusetzen, so dass der Zucker überhaupt in die Zellen gelangt.

Allerdings lassen die Zellen nicht jeden einzelnen Zucker in die Zelle, sondern nur so viel wie tatsächlich verwendet/gebraucht wird und nicht mehr. Was dann mit dem Zucker passiert, der zu viel ist, weil zu viele Kohlenhydrate gegessen wurden werden wir im nächsten Beitrag berichten, den Sie nicht verpassen wenn sie sich einfach über die neuesten Artikel per E-Mail informieren lassen. Den passenden Button dazu finden Sie oben rechts auf der Startseite (unter dem Gratis E-Book über Komplementärmedizin) Viel Spaß inzwischen mit den weiteren Beiträgen (gleich hier unten) und deren Umsetzung!