Gesundes Speichern

In welchen Lebensmitteln zum Beispiel Kohlenhydrate enthalten sind habe ich im letzten Artikel Kohlenhydrate 2 versucht Ihnen mit meinen Worten zu vermitteln.
Heute gehe ich näher darauf ein, wie unser Körper mit dem umgeht, was wir ihm zur Verfügung stellen. Und warum es nicht funktioniert wenn Sie mal einen Tag nichts essen oder ein, zwei Tage intensiver trainieren.

Alles an Energie, in Form von Nahrung, das Sie Ihrem Körper zur Verfügung stellen, wird (mit Ausnahme der Zellulose) durch chemische Prozesse umgesetzt und aufgespalten, also auf Molekül-ebene zerlegt damit Sie es als Energie nutzen können.

Nein, darauf gehe ich jetzt nicht näher ein, keine Angst. Ich will damit eigentlich nur sagen, dass Ihr Körper weniger Nahrung braucht, wenn Ihre Verdauung richtig funktioniert, weil er dann alles was er bekommt besser verarbeitet, alle wichtigen Nährstoffe herausholt und nutzt.

Das können Sie auch in den Artikeln Nährstoffe Teil 1 und Teil 2 nachlesen.

Das Sie ständig Energie brauchen ist ja klar, nur eben mal weniger und mal mehr. Die Grundfunktionen des Lebens müssen ja ständig in Gang gehalten werden, rund um die Uhr.
Ich denke da zum Beispiel an das Herz oder die Lungen, aber auch Magen und Darm arbeiten ununterbrochen, sogar bei völliger Ruhe und im Tiefschlaf.

Die Zellen müssen also ständig Energie liefern auch wenn der Magen mal leer ist, damit der Glukose (Energie) Spiegel im Blut ständig konstant bleibt.
Doch das schaffen Sie locker, weil Sie über ein sehr Leistungsfähiges Speichersystem verfügen.

Das dieses System so wunderbar funktioniert merken Sie ja gerade daran, das Sie zunehmen. Die gute (eigentlich gesunde) Funktion ist also der Grund dafür, das Sie hier lesen.
Denn anders als bei Autos, wo nur eine Batterie eingebaut ist, kann unser Körper immer neue Batterien selber bauen und das tut er auch.

Die Reserven werden ständig aufgestockt, wenn sie nicht verbraucht werden. Da innen nicht viel Platz ist, hängt er uns die Batterien einfach außen an und das meist an den unmöglichsten Stellen.

Reserven Speichern. Die Leber

kann nur begrenzte Mengen an Glykogen (Energie) speichern, damit diese Ihnen bei Bedarf sofort zur Verfügung steht. Ähnlich wie beim Anlassen eines Automotors. (um beim Beispiel Auto zu bleiben) Dort wird kurzfristig mehr Energie benötigt.

Die Muskeln

arbeiten Hauptsächlich nach dem „Just in Time“ Prinzip, wollen also Ihre Energie erst in dem Moment, wenn sie gebraucht wird und haben nur sehr geringe Speicherfunktionen.
Nehmen Sie jetzt zu-viel Nahrung zu sich, wird die überschüssige Glukose, die das Verdauungssystem produziert, zur Leber transportiert und dort gespeichert.

Sind jedoch die Depots in der Leber voll, weil weniger Energie verbraucht, als zugeführt wird, dann passiert das, was wir eigentlich nicht wollen, alles was zu-viel ist wird in Körperfett umgewandelt und gespeichert.

Für mich ergab und ergibt sich daraus die Schlussfolgerung, das ich, wenn ich weniger Energie zuführe und mehr verbrauche, abnehmen kann.
OK, das hab ich durchgezogen und in einem Jahr 52 Kilo abgenommen. Es funktioniert also. Sie müssen nicht einmal weniger essen.

Was Sie essen und wie Sie essen sind auch wichtige Punkte, über die Sie sich in den Beiträgen Ursachen für Übergewicht Teil 1 und Teil 2 informieren können.
Verbrauche ich also (zum Beispiel) durch viel Bewegung, viel Energie, wird das Depot in der Leber leer und die zusätzliche Energie wird aus den Fettzellen geholt, je öfter, desto mehr. Eigentlich ganz einfach.

radikale Methoden?

Natürlich gibt es auch radikalere Methoden, die Fettspeicher zu entfernen, das nennt man dann „Fettabsaugung“.
Oder man sperrt die Energiezufuhr, durch Magen Operationen, Bänder oder Verkleinerungen, die bei extrem Übergewichtigen Menschen durchaus helfen können, zumal es ab einem gewissen Punkt einfach unmöglich ist selbst und ohne Hilfe aus diesem Dilemma raus zukommen.

Besser ist es jedoch den Anfängen zu wehren und sich noch vor dem Erreichen dieses „Point of no Return“ selbst zu helfen.
Dass ich persönlich nichts von anderen „chemischen“ Methoden und Mitteln halte, wissen Sie vielleicht aus meinen anderen Artikeln.

Ich kann nur eindringlich vor solchen Mitteln warnen. Der kurzfristige Erfolg ist es nicht wert, sich langfristig die Gesundheit kaputtzumachen. Aus einem roten Kleintransporter können Sie mit dem Vorschlaghammer auch keinen Ferrari machen, vom Umfang her ja, aber von der Funktion her???