Richtig Nein sagen. Ziehen Sie IHR Ding durch

Tun Sie nicht immer nur das, was andere wollen oder Ihnen sagen. Das kann auf Dauer nicht gut gehen und schadet Ihnen auf jeden Fall.
Nicht nur Ihrem Selbstwertgefühl, sondern garantiert auch Ihrer Gesundheit. Vielleicht nicht gleich, aber mit der Zeit und über Jahre gesehen leidet Ihre Gesundheit mit Sicherheit auch unter dem ständigen „nur für andere da sein“.

Selbst habe ich das auch Jahrelang Falsch gemacht, immer geholfen und auch im Job versucht mein bestes zu geben.
Doch gedankt wird einem das alles kaum und wenn man selber Hilfe braucht und sei es nur ein Umzug, dann ist niemand da und keiner derjenigen, denen man selber geholfen hat hat plötzlich Zeit.

Gut, hat man das erkannt kann man endlich andere Wege gehen, sich einen gesunden Egoismus angewöhnen und sein eigenes Ding durchziehen. Erkennen kann man das aber nur, wenn man es erlebt hat und hier stimmt das
Sprichwort von Søren Kierkegaard:
“Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben muss man es aber vorwärts”.
Genauso wie das von
Armin Mueller-Stahl:
“Wer immer nur funktioniert, entzieht sich dem Abenteuer des Lebens”.

Besonders wenn man enttäuscht wird, gibt es noch ein Sprichwort, an das ich mich in solchen Situationen erinnere.
Zwar ungern, weil es eben negativ ist, aber leider stimmt es sehr oft: “Tu niemandem etwas Gutes, dann widerfährt Dir auch nichts böses”.
Das trifft auf Einzelpersonen zu, die vom Charakter her eben so einfach strukturiert sind und jeder kennt solche Leute.

Im Allgemeinen sollte man gute Dinge einfach tun, ohne ständig zu hinterfragen, was bringt mir das.
Also, Sie kennen auch Ihre „Pappenheimer“ und da mal Nein zu sagen wenn Sie wieder mal ausgenutzt werden, würde ich als eine “Gesunde Portion Egoismus” bezeichnen.

Warum machen wir das dann?

Warum können wir nicht Nein sagen?

Fast alle haben diesen „Drang“ diesen Instinkt, es immer allen recht machen zu müssen.
Die ihn nicht haben sind genau die, die mit ihrer Skrupellosigkeit alle anderen ausnutzen.

Das hilft uns aber nicht weiter, denn selbst die schaffen es nicht jeden Ihrer Bekannten und Freunde zufriedenzustellen. Das schafft eigentlich niemand und haargenau da liegt ja das Problem und wir fragen zurecht woher kommt das?
Dieses

Immer für andere da sein

helfen zu können, dass Gefühl zu haben, gebraucht zu werden, eben dieses „Helfersyndrom“, dass Ihnen dieses wohlige Gefühl gibt etwas gutes getan zu haben. Tun Sie etwas gutes, dann fühlen Sie sich auch gut, dass ist tatsächlich schön und angenehm.

Doch es ist auch sehr wichtig, dass Sie dabei nicht die Balance verlieren, Ihre eigenen Interessen auf der Strecke bleiben und der Wille überall zu helfen zum Zwang wird.

Oder

Die Angst vor Ablehnung

Ich denke da immer, dass es sowieso niemand schafft von allen gemocht zu werden und bin der Meinung, das auch niemand so ein Ziel anstreben sollte.
Solche Menschen fallen einem auch meist sofort auf und man denkt manchmal, dass die regelrecht darum betteln ausgenutzt zu werden.

Keinerlei Selbstbewusstsein und eine sehr große Selbstunsicherheit sind die Haupteigenschaften, von denen der Alltag dieser Personen geprägt ist. Niemand kann es schaffen von allen geliebt zu werden, auch nicht wenn alles dafür getan wird.

Jeder der solch ein Problem hat, sollte sich „Bewusst“ fragen, ob er überhaupt Menschen braucht, die ihn nur mögen, wenn er etwas für sie tut.

Oder ist es

Die Angst etwas zu verpassen

etwas zu versäumen?
In unserer schnelllebigen Zeit treibt viele das Verlangen oder Bedürfnis an, ja nichts zu verpassen, immer „IN“ zu sein überall dabei zu sein.

Das Berufliche Umfeld treibt Sie zu Höchstleistungen und man schielt auf die Kollegen um keinen Fehler zu machen.

In der Freizeit wird dann auch noch jedem neuen Trend hinterhergelaufen, der einem in der Werbung vor die Nase gesetzt wird und aus Gefälligkeit und eben dieser Angst etwas zu verpassen macht man dann alles mit, bis man nicht mehr kann ohne vorher STOP zu rufen.

Viele „Burnouts“, „Stresssyndrome“ oder „Herzattacken“ könnten vermieden werden, wenn öfter mal NEIN gesagt würde.

Haben Sie ein Problem damit, ständig Aufgaben und Gefälligkeiten zu übernehmen nur um dabei zu sein, ein Teil von etwas zu sein, dass Sie vielleicht gar nicht wollen, nur damit Ihnen nichts entgeht, dann sollten Sie lernen Prioritäten zu setzen.

Schritt für Schritt trainieren, mehr Dinge zu tun, die Ihnen auch Spaß machen (wirklich Spaß machen) und haben Sie dann bemerkt, dass Ihnen dieses Handeln mehr bringt als das vorherige, dann dann werden Sie es auch fertigbringen zu manchen Einladungen NEIN zu sagen und das sogar lächelnd.

Vorrangig egoistisch

sollten Sie aber auch nicht werden, denn Gutes tun ist für sich selbst genauso wichtig wie auch für andere.
Nur suchen Sie sich gezielter aus wem Sie gutes tun wollen. Kehren Sie nicht einem Chef die Haustür, der Sie vielleicht trotzdem gleich entlässt wenn es mal Probleme gibt.

Denn gerade die Chefs wissen genau das solche unterwürfigen Menschen keinerlei Rückgrat haben und ihr Fähnchen gern in den Wind drehen.
Beziehen Sie Position im Leben, im Beruf und auch in der Freizeit.
Stehen Sie aber trotzdem Ihren Mitmenschen hilfreich zur Seite, aber denen, die auch Hilfe brauchen.

Purer Egoismus wäre es, wenn Sie nur noch an Ihre eigenen Interessen denken würden. Eine vernünftige Grenze zu ziehen ist aber schon mal ein Anfang.
Versuchen Sie herauszufinden, was es Ihnen so schwer macht nein zu sagen, das hilft schon mal die Ängste zu überwinden.

Nur Mut!

Abschließen möchte ich diesen Beitrag mit den Worten von Elbert G. Hubbard:
“Initiative heißt, das Richtige tun, ohne dass es angeordnet und erklärt wurde”.
Wenn Sie sich für einen neuen Weg entscheiden, müssen Sie nur noch so egoistisch sein und Ihr Ding durchziehen!