Tipps zur Stärkung Ihres Immunsystems

Ein paar grundsätzliche Dinge, die Sie tun können um Ihr eigenes Immunsystem winterfest zu machen und Grippe in der kommenden Grippesaison zu vermeiden haben wir im ersten Teil bereits beschrieben. (Artikel Strategien um Grippe zu vermeiden) Dabei ging es auch um Einflussfaktoren auf Ihr Immunsystem. Heute will ich mich mit den Tipps für Sie befassen, also mit welchen Mitteln Sie Ihr Immunsystem auf Trab bringen und sich schützen können.

Tipps zur Verteidigung Ihres Immunsystems

Die Stärkung des Immunsystems mit einer Auswahl von Lebensmitteln, die ein gesundes Immunfunktion fördern und im Körper die Balance zwischen Angreifern und Verteidigern erhalten, ist besonders in der kalten Jahreszeit wichtig. Hier sind ein paar Tipps dazu, die wahrscheinlich die meisten kennen, die aber auch gern in Vergessenheit geraten bis, ja genau, bis die Grippe einen erwischt hat.

Trinken Sie öfter Tee statt Kaffee.

Tee hat eine antivirale und antibakterielle Wirkung und hilft dabei, das Immunsystem zu unterstützen. Greifen Sie dazu zu reinen, puren Teesorten, wie Grüner oder Weißer Tee. Suchen Sie sich auf jeden Fall Sorten aus, die über solche antiviralen und antibakteriellen Eigenschaften verfügen.

Bei Kräuteraufgüssen gilt das Gleiche, die puren Sorten unterstützen am besten und wenn Sie merken, dass Sie schon eine Grippe erwischt hat, sind schweißtreibende Kräutersorten als Aufguss am besten. Holunder, Sanddorn, Hagebutten oder Lindenblütentee haben sich hier bestens bewährt

Mehr Knoblauch in Ihrer Ernährung.

Knoblauch ist bekannt für seine antibakterielle und antivirale Aktivität. Er ist ein weltweit verbreitetes Antibiotikum und wird auch in vielen Medikamenten verwendet. Bspw. hemmen die Schwefelstoffe im Knoblauch die Weiterentwicklung von Bakterien.

Mit seiner antibakteriellen Wirkung bekämpft er Pilze, Parasiten und Viren. Über den Geschmack lässt sich streiten und ob ich nach Knoblauch rieche, ist mir eigentlich egal, wenn ich sowieso mit Erkältung zuhause liege.

Mehr Joghurt in Ihrer Ernährung.

Joghurtkulturen können wahrscheinlich bei Aufrechterhaltung einer gesunden Magen-Darm-Flora helfen und dass wiederum stärkt Ihr Immunsystem. Allerdings sind die eingesetzten Mikroorganismen nicht Säure- und Gallensaftresistent und überleben dadurch nur in geringer Anzahl das Bad in der Magensäure. (Näheres im Fazit am Artikelende).

Mehr Schlaf für Ihr Immunsystem

Ein guter Schlaf, ist für Ihr Immunsystem wesentlich. Während des Schlafens ruht sich Ihr Körper nicht nur von den Strapazen des letzten Tages aus, sondern arbeitet auch mit Hochtouren an der Beseitigung von Schadstoffen und Abfällen aus Ihrem System.

Ein tiefer und regelmäßiger Schlaf ist für Ihr Immunsystem genauso wichtig, wie die richtige Ernährung. Ohne ausreichend Schlaf, wird Ihr Immunsystem nicht optimal funktionieren und ist anfälliger für Infektionen. Gesunde Schlafgewohnheiten sind also ein wertvolle Hilfe für Ihr Immunsystem.

Üben Sie Gewohnheiten ein um besser zu schlafen.

Regelmäßige Schlafzeiten sind sehr wichtig. Vermeiden Sie alles, was Sie am Schlafen hindern kann. Stimulierende Getränke und Speisen spät am Abend, wie Schokolade, Kaffee, koffeinhaltige Limonaden oder Energiedrinks, die den Schlaf verzögern sollten Sie vermeiden.

Auch das Essen sollte soweit wie möglich vor die Zeit des Schlafens gelegt werden und wenn sie dazu noch versuchen wollen abzunehmen, sind Kohlenhydrate die schlechteste Wahl zum Abendbrot. Wenn sie zu Bett gehen, dann schlafen Sie, dazu ist Ihr Bett ja eigentlich da und wenn sie nachts mal raus müssen, verwenden Sie so wenig Licht wie möglich um Ihrem Körper keine falschen Signale zu senden.

Anmerkungen zu den Tipps

Zum ersten Tipp, öfter Tee zu trinken: Auf die „Modemischungen“ die in den Kaufhäusern angeboten werden, wie die gefühlten Tausend bunten Kräuterteevarianten, die das Angebot komplett unübersichtlich machen und uns wohl alle nur verwirren sollten Sie verzichten. Ob gesundheitliche Effekte eintreten wenn von dem Kraut oder der Frucht (die groß auf der Verpackung stehen), 2% pro Kilo enthalten sind, wage ich zu bezweifeln.

Zum zweiten Tipp, mehr Knoblauch zu essen: Auch hier ist es der bessere Weg auf richtigen Knoblauch zu vertrauen, auch wenn der Geruch manche abschreckt. Klar wird es immer (rücksichtslose) Spinner geben, die ihn Knollenweise essen, aber denen muss man ja nicht nacheifern.

Zum dritten Tipp, mehr Joghurt essen: Die in der Werbung hochgelobten Eigenschaften werden wohl nicht eintreten, wenn Sie ab und zu Joghurt essen und es ist auch immer wieder zu hören, dass keine Bakterien gibt (also auch nicht die guten aus den Joghurtkulturen), die es lebendig durch die Magensäure schaffen. Das Schaffen wohl nur einige Probiotische Mikroben, die in lebensfähiger Form den Darmtrakt erreichen können um ihre Stoffwechselaktivität dort zu entfalten. Es treten nach dem Verzehr von Joghurt schon immunstimulierende Effekte auf, doch diese sind (anders als in der Werbung suggeriert), unabhängig davon welcher Art Ihr Joghurt ist.
(Quelle: Wikipedia/Joghurt)

Zu den Tipps zum besser schlafen: Zuwenig Schlaf beeinflusst Ihr Immunsystem negativ, erhöht das Risiko anderer Krankheiten und beeinflusst auch die Alterung. Die optimale Menge des notwendigen Schlafs, ist wohl bei jedem Menschen verschieden und auch die verschiedenen Altersgruppen haben andere Schlafbedürfnisse bzw. Gewohnheiten.

Optimale Schlafmenge selbst herausfinden
Ihre optimale Schlafmenge können Sie ganz einfach selbst herausfinden, indem Sie an freien Tagen keinen Wecker stellen und ausschlafen. Notieren sie sich nur die Zeit, zu Sie ins Bett gegangen sind. Wenn Sie von sich aus aufstehen wollen, sind Sie ausgeschlafen und diese Zeit ist notieren Sie sich auch. Haben Sie zirka zehn solcher Abend- und Früh- Werte, dann ist der Durchschnitt Ihre optimale Schlafmenge.