Weshalb wirksame Stressbewältigung wichtig ist

“Pressure makes diamonds” – so beschrieb einst General George S. Patton die Auswirkung von Stress auf den Menschen. Er meinte damit natürlich den Eustress, der als positiver Leistungsdruck zu verstehen ist und tatsächlich dafür sorgen kann, dass eine Person Höchstleistungen erbringt.

Meist ist Stress jedoch schädlich und wirkt sich dabei nicht nur beeinträchtigend, sondern gefährlich auf die Gesundheit aus, weshalb eine wirksame Stressbewältigung wichtig ist.

Immer wieder werden Studien darüber angestellt, inwiefern Stress und ein geschwächtes Immunsystem zusammenhängen. Inzwischen weiß man, dass das Immunsystem durch viel schädlichen Stress einen beträchtlichen Teil seiner Leistungsfähigkeit einbüßt.

Das erkennt man daran, dass man sich öfter eine bakterielle oder virale Infektion einfängt oder schwerer mit harmlosen Erkältungen zu kämpfen hat. Schlimmstenfalls kann das geschwächte Immunsystem dazu führen, dass selbst ungefährliche Erkrankungen zur Gefahr werden und intensiv ärztlich behandelt werden müssen.

Wenn der Mensch Stress hat, werden Hormone wie Adrenalin ausgeschüttet, die Herzfrequenz ist höher, der Körper befindet sich im Ausnahmezustand und ist kurzfristig tatsächlich leistungsfähiger.
Der Zustand war von der Evolution dazu gedacht, den Menschen in Gefahrensituationen reaktionsfähig zu machen und seine körperliche Fähigkeit zum Kampf für kurze Dauer steigen zu lassen.

Als Dauerzustand war Stress nie vorgesehen, denn dann hätten die ständig wieder neu ausgeschütteten Hormone langfristig Schaden angerichtet. Bekannt sind beispielsweise Herzprobleme, die durch den zu hohen Blutstrom entstehen, den Stress bewirkt.
Daneben gelten auch viele andere kleinere und größere Erkrankungen als Nachwirkungen von Stress oder entstehen, da er sie in ihrer Pathogenese begünstigt hat.

Mangelnde Stressbewältigung wirkt sich nicht nur auf die körperliche Gesundheit, sondern auch auf den psychischen Aspekt aus.
Viele Menschen werden durch permanenten Stress geradezu unausstehlich: Sie sind unfreundlich oder sogar bissig, können nicht mehr in normalem Tonfall reagieren oder antworten, verlieren völlig das Augenmaß und gefährden dadurch Job, Beziehung und Freundschaften.
Schlimmstenfalls kann der dauerhafte Stress zur Entstehung des Burnout-Syndroms fördern, das in wenigen Extremfällen im Selbstmord endet.
Meist aber gipfelt das Syndrom in völliger Verzweiflung und einer langwierigen Behandlung in einer Klinik mit anschließender ambulanter Betreuung durch einen Psychologen, der den Heilungserfolg langfristig beobachten und dokumentieren muss.

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