Bewusst essen, bewusst einkaufen

Wenn Sie wirklich/realistisch Ihre eigene Situation, Ihren Kampf mit den Pfunden betrachten, wird klar dass dieser Kampf meistens im Inneren stattfindet, geführt von Ihnen und Ihrem „inneren Schweinehund“.
Angefangen hat es wohl vor dem Spiegel und bei der Erkenntnis, dass etwas getan werden muss weil die Kleidung wieder enger geworden ist. Oder ist die Kleidung so geblieben wie sie war und Ihr Körper hat sich verändert?

Mhhh… denken wir mal an die zweite Möglichkeit als die wahrscheinlichere. Nicht nur vor dem Spiegel entscheidet sich ob Sie sich entschließen abzunehmen. Das Bild und die Gedanken, die Sie dort hatten, nehmen Sie mit in Ihren Alltag und beim nächsten Einkauf von Schlemmereien, werden Sie wieder daran denken.

Das ist genau der Moment, an dem Sie sich fragen, soll ich das jetzt kaufen/essen (Kuchen, Schokolade, und, und) oder wäre es besser für mich, das zu lassen?
Was mache ich hier überhaupt? „Das Zeug ist so kalorienreich, bin ich schon wieder so Schwach? Habe ich denn wirklich so wenig Willenskraft“?

In solchen Momenten negative Selbstgespräche zu führen ist kein Wunder und Sie sollten das immer öfter tun, denn das ist der richtige Weg um aus dem Dilemma herauszukommen.

Bewusst handeln: „Brauch ich das jetzt überhaupt“

Wenn Sie anfangen bewusst zu essen, bewusst einzukaufen und das immer wieder, dann und nur dann werden Sie bewusst gesünder leben.
Wer oberflächlich einkauft, isst und denkt: „egal Hauptsache ich bin satt“ der kann sich eigentlich schon fühlen wie Tiere in den Mastanlagen, nur fühlen ist das falsche Wort, denn es ist den Tieren gar nicht bewusst was sie machen.

„Denn sie wissen nicht was sie tun“ ist ein guter Gedanke wenn Sie beispielsweise sehen, wie ein übergewichtiger Teenager in einen dieser Fresstempel geht/rollt.
Die Tiere „fressen“ in den Mastanlagen alles was ihnen vorgesetzt wird und „natürlich“ die sollen ja auch dick werden. Kann man da Vergleiche ziehen?

Einfach mal darüber nachdenken? Das einzige Problem, der einzige Unterschied, ist eben nur, dass die Schlachtbank (Jahre später) beim Menschen anders aussieht und heißt.

Hat man sich Gedankenlos und betäubt von den Verführungen unserer Kaufrauschtempel, jahrelang dieser Mast hingegeben, bekommt man die Rechnung.
Zuerst schlägt die Diätindustrie zu, dann die Pharma und schließlich sollen die Krankenkassen und die Ärzte alles wieder richten.

Das Geld, dass mit der wertlosen und billigen Ernährung Jahrelang gespart wurde, geht schließlich dort verloren obwohl der Plan damit wohl anders aussah.

„Klappt‘s mit dem bewussten Einkauf?“

Was Sie also viel mehr brauchen als eine Diät ist eine Möglichkeit, dieses negative selbstzerstörerische Handeln mit einer positiven Denkweise abzustellen.

Wenn Sie sich nur den Gedanken „Brauch ich das jetzt überhaupt“ angewöhnen, haben Sie einen der wichtigsten Schritte getan um bewusst zu handeln.
Dabei ist es egal um welches Produkt es sich handelt, ob diese Produkte verführerisch in Augenhöhe platziert sind und Ihnen vielleicht noch leicht gesäuselte Musik die Kauf-Entscheidung erleichtert.
Haben Sie sich diese Denkweise angewöhnt werden Sie auch die Methoden bemerken, mit denen Sie zum Kauf verführt werden sollen, das ist bewusstes Handeln.

Es ist regelrecht faszinierend zu beobachten mit welchen Mitteln es immer wieder versucht wird Käufer anzulocken.
Ausgereifte und fast schon „Hypnotische“ Methoden führen die Hände der Käufer (die Köpfe sind schon lang ausgeschaltet) in die Regale und schließlich den ganzen Körper mit samt dem Einkaufswagen an die Kasse.

Das alles ist auch kein Problem, denn problematisch wird es erst, wenn Sie erkennen, was Sie in diesen Einkaufswagen gepackt haben.
In den Supermärkten werden auch die vielen gesünderen Lebensmittel angeboten und wenn Sie diese schließlich im Korb haben, dann hat’s geklappt mit dem bewussten Einkauf.

Übung, keiner ist perfekt

Wie bei den meisten Dingen, die sich für Sie lohnen, erfordert auch das ein wenig Übung. Üben Sie bewusst (beispielsweise bei Backwaren oder vor dem Fastfood Tempel) zu denken: “Bin Ich wirklich so Schwach?”.

Durch solche Gedanken beeinflusst bestimmen Sie wieder selbst, welche Dinge/Lebensmittel gut für Sie sind, was wertloser Tand ist und was Ihnen mehr schadet als nützt.
Denken Sie: „Ich lasse mich nicht abfüttern wie die Schweine am Trog, Schweine sind Tiere, und ich bin ein Mensch“. „OK, ich bin nicht perfekt aber ich gebe mir Mühe, darauf zu achten was ich kaufe“ und ich werde “Satt” einkaufen gehen